Magic Baba

 

 

Das Projekt "Magic Baba" wurde auf einer Reise nach Indien geboren. Im Herbst 2016 fuhren meine Frau, unsere Tochter und ich zum Bouldern nach Hampi mitten in Südindien. Dort traf ich auf drei wundersame, farbenprächtige Straßenzauberer – sie werden "Magic Babas" genannt und führten mir einige ihrer Kunststücke vor.

Ich erzählte ihnen, dass ich auch ein Zauberer bin und erntete dafür zuerst nur skeptische Blicke. Aber das änderte sich rasch und so ergab sich eine interessante Mischung aus europäischer und indischer Zauberkunst inmitten der Hauptverkehrsader von Hampi. Immer mehr neugierige Leute aus dem kleinen Dorf blieben stehen und gesellten sich in die Runde. Begeistert schauten sie zu, staunten, lachten und freuten sich.

Während unseres Aufenthaltes führten unsere Rundgänge immer wieder durch die gleichen Straßen. Hier zeigte ich oft mit großem Vergnügen meine Zaubereien und konnte im Nu etliche Zuschauer um mich versammeln. Nach wenigen Tagen erkannten mich die Einwohner und begrüßten mich  ebenfalls sehr respektvoll mit  "Hello, Magic Baba!".

In diesen Tagen lernten wir Prema kennen. Ihr kleiner Laden befindet sich mitten in Hampi Bazar. Meine Frau und meine Tochter kamen sofort ins Gespräch mit der jungen Frau. Sie sprach recht gut englisch und hatte große Freude an allem was uns interessierte. Wir besuchten sie täglich, saßen mit ihr an der Straße, erfuhren so eine Menge über das Leben im Dorf und ihre Familie etc. Dabei stellte sich mit der Zeit eine solche Vertrautheit ein, dass Prema meine Frau und meine Tochter eines Tages mit in ihre Wohnung einlud. Ich sollte währenddessen den Laden führen.

In dem ca. 20 qm großen Raum befand sich im hinteren Teil eine kleine Kochnische. Hier bereitete unsere Gastgeberin einen traditionellen,  köstlichen Chai zu und wir konnten uns ein wenig umsehen. Alle Kleidungsstücke hingen gebündelt auf einer Leine an den Wänden und in einem schmalen Regal stapelten sich Dinge des alltäglichen Lebens. Der kleine Hausaltar war mit frischen gelben Blumen geschmückt und Räucherstäbchen verströmten einen angenehmen Duft. Abends so erklärte Prema, rollt die fünfköpfige Familie ihre Matratzen zum Schlafen auf dem Boden aus. Wasch - und Spülgelegenheiten befanden sich außerhalb in einer Nebengasse.

Im Gespräch mit meiner Frau schilderte sie ihre Situation und erklärte, dass sie gerne ihre Kinder - zwei Mädchen und ein Junge - auf eine private Schule schicken würde. In den öffentlichen Schulen in Indien werden die Schüler nur in der jeweiligen Landessprache unterrichtet und bekommen gerade eine rudimentäre Grundausbildung. Es sind im Durchschnitt 50-80 Schüler in einer Klasse und wegen der schlechten Bezahlung der Lehrer fallen 25 bis 40% des Unterrichts aus. In der 30 km entfernten Privatschule in Hospet lernen die Schüler englisch und nicht nur eine der mehr als 20 Amtssprachen. Allerdings fehlt Premas Familie ein regelmäßiges Einkommen. Sie ist mit ihrem kleinen Laden von der Touristensaison abhängig und ihr Mann arbeitet unregelmäßig als Tagelöhner in 2-3 Tagen Entfernung.

Daraufhin beschlossen wir, sie regelmäßig zu unterstützen. Wir teilten ihr das am nächsten Tag mit. Sie war sehr dankbar und überglücklich. Allerdings erklärte sie uns gleich, dass es in Indien üblich ist, dass man seine ganze Familie also alle Geschwister und Verwandten unterstützt. So wird sie das Geld auch an andere Bedürftige vor Ort verteilen.

"Man kann es nicht oft genug sagen: Bildet man einen Jungen aus, so investiert man in ein Individuum. Doch wenn man ein Mädchen zur Schule schickt, dann investiert man in eine Familie und manchmal sogar in ein ganzes Dorf.“   Zitat: Indu Shahani (indische Pädagogin)

Die Unterstützungsbeträge überweise ich eins zu eins direkt nach Indien. Dort kann Prema, die kein Konto besitzt, das Geld bar auf einer 30 km entfernten Auszahlungsstelle abholen.

Wir können Ihnen leider keine Spendenquittung ausstellen, da wir für die Gemeinnützigkeit einen Verein gründen müssten. Das ist uns zu bürokratisch, aufwändig und mit Kosten verbunden. Wir möchten einfach nur helfen. 

Danke für Ihr Vertrauen

 Zitat und Daten des Bildungssystems von Permalink

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Unser 2. Projekt:

Thimma Parashurama besitzt einen kleinen Kletterladen in Hampi Island und organisiert Kletter- und Boulderkurse für Touristen. Bei unserer ersten Reise ließen wir schon unsere Bouldermatte für seine Kurse dort. Es ist in Indien sehr schwierig und extrem teuer, Klettermaterial zu bekommen.

Bei der zweiten Reise 2017 fuhren wir mit Thimma nach Badami zum Klettern. Ein traumhaftes Sandsteinklettergebiet 3 Stunden nördlich von Hampi. Dabei stellten wir fest, dass auch seine Kletterausrüstung nur sehr rudimentär ist. Wir überließen ihm nach Abschluss der 5 tägigen Exkursion unsere Gurte, Kletterschuhe, Expressen und Seile. Er freute sich sehr, da er jetzt mehr Touristen auf seine Exkursionen mitnehmen kann. So kann er zusätzliche Kletterbetreuer einstellen und neue Arbeitsplätze vor Ort schaffen. Zuhause angekommen sammelte wir weiteres Klettermaterial von Freunden und Bekannten. Wir schickten ihm mehrere Pakete.

Auf unserer Indienreise 2018 erzählte er, dass er ein neues Klettergebiet eine halbe Stunde südlich von Hampi entdeckt hatte. Dieses würde er gerne erschließen, um Kletterkurse mit seinen Mitarbeiten für Touristen anzubieten. Jedoch fehlten ihm dafür die Bohrhaken und weiteres Material.

Wir waren neugierig geworden, fuhren mit ihm dorthin und staunten über das riesige Potential an Klettermöglichkeiten. Auch dies wollen wir unterstützen.

Deshalb geht ein Teil meiner Gage auch in dieses Projekt. Der erste Schritt ist getan. Mit Hilfe des Kletterladens „Bärenhöhle“ am Bärenbrunnerhof bei Schindhard kauften wir Bohrhaken und schickten sie mit weiterem Klettermaterial nach Hampi.

Südpfalz Adventures in Hauenstein spendete 50 paar Kletterschuhe.

 Wenn Sie weitere Informationen möchten kontaktieren Sie mich bitte. 

 

 

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